Die Donroe-Doktrin speist sich aus der Nationalen Sicherheits Strategie (NSS) und der Nationalen Verteidigungs Strategie (NDS) der USA sowie der Monroe-Doktrin. Die NSS ist mehr als ein bloßes Strategiepapier sie ist die programmatische Grundlage für Trumps zweite Amtszeit und bricht radikal mit der Nachkriegsordnung. Die Donroe-Doktrin besagt vorrangig, dass die Dominanz der USA in der westlichen Hemisphäre nie mehr in Frage gestellt werden darf, weil die Beherrschung Lateinamerikas aufgrund der dortigen Ressourcen und als sicheres strategisches Hinterland Voraussetzung für die Weltherrschaft der USA ist. Sie betrachtet die Souveränität der lateinamerikanischen Staaten als ein überholtes Konzept. Lateinamerika wird das Recht abgesprochen, als souveräne Nationen zu existieren, die in der Lage sind, ihre internationalen Beziehungen ohne Zwänge zu gestalten und ihr eigenes Entwicklungsmodell zu bestimmen. Diese Zielstellung wird am Beispiel von Venezuela und Kuba vorexerziert.